Eindrücke vom Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung und den Gesprächen mit Ehrenamtlichen in Schkeuditz-Dölzig

Beim heutigen Besuch der Notfall-Erstaufnahmeeinrichtung im Schkeuditzer Stadtteil Dölzig kamen Monika Lazar, MdB, GRÜNEN-Stadtrat Oliver Gossel, GRÜNEN-Nordsachsen-Sprecherin Barbara Scheller und ich mit dem Leiter der Erstaufnahme Herrn Dohmke, von den Maltersern ins Gespräch. Nach seiner Auskunft leben derzeit 96 Flüchtlinge hier, die Verweildauer sei insgesamt kurz. Die allgemeinen Rahmenbedingungen, insbesondere in Bezug auf die Registrierung und Erstuntersuchung hätten sich in den vergangenen Wochen verbessert und seit ca. zwei Wochen kann auch eine Kinderbetreuung angeboten werden.

So manches wirkte noch provisorisch. Die Ausbaumaßnahmen an den Nachbargebäuden lassen aber hoffen, dass es in absehbarer Zeit zu einer deutlichen Verbesserung bei der Unterbringung und Betreuung der Geflüchteten kommen wird. Die Einrichtung benötigt unbedingt einen besseren Internetzugang sowie eine bessere Busanbindung.

Im Treffen mit freiwilligen Helferinnen und Helfern war ich besonders beeindruckt, mit wie viel Herzblut sie sich für die Flüchtlinge in Dölzig engagieren. So werden Deutschunterricht angeboten, Fahrdienste für Einkäufe oder zum Sport organisiert, Kleider gesammelt und Behördengänge begleitet. Im Gespräch ist aber auch deutlich geworden, dass die fehlende Wertschätzung vor Ort insgesamt schwierige Bedingungen für ehrenamtliches Engagement darstellt. Einige Helfer trauen sich nicht, ihr Engagement öffentlich zu machen. Dabei ist ihre Arbeit vor Ort unentbehrlich.

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