Slow Fashion Tour Plagwitz 6

Auf Slow Fashion Tour durch Plagwitz

Das Bewusstsein für nachhaltig und fair produzierte Produkte steigt – auch in der Modebranche. Immer mehr Designer*innen und Produzent*innen setzen auf innovative, nachhaltige Fasern, die die Umwelt weniger belasten und Kleidung langlebiger machen. Und immer mehr Verbraucher*innen versuchen, ihren Konsum zu entschleunigen und bewusster zu gestalten. Ziel der Slow Fashion Bewegung ist es, die Bedingungen der Modeindustrie für Mensch und Natur zu verbessern.

Slow Fashion gestern und heute

Auch in Leipzig wird dieser Slow Fashion Ansatz immer sichtbarer. Zusammen mit der sächsischen Europaabgeordneten und Vorsitzenden des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Anna Cavazzini, unserer bündnisgrünen Direktkandidatin für den Bundestag, Paula Piechotta, sowie interessierten Leipziger*innen war ich auf Slow Fashion Tour durch Plagwitz unterwegs. Der zweistündige Rundgang führte zu Orten textiler Geschichte in Plagwitz, wie der alten Kammgarnspinnerei in der Zschocherschen Straße oder dem ehemaligen Warenhaus Michaelis Max Joske & Co. in der Karl-Heine-Straße. Zudem machte die Tour halt an zahlreichen Slow Fashion Shops im Leipziger Westen, darunter Küss mich wach, einem Secondhand-Laden mit Upcycling-Mode, Kunst und Katze mit fairem Kunsthandwerk oder Little Kiwi, einer Hand-Siebdruckerei für Öko-Textilien.

Viele Siegel für faire, nachhaltige Textilien

Die Referent*innen Marcel Pruß von Konsum Global Leipzig, Martin Finke vom Eine Welt e.V. Leipzig und Sissy Naumann von Kunst und Katze zeigten, wie sich Nachhaltigkeits- und Fairgedanken immer stärker in der Leipziger Kreativszene in Mode, Design und Handel verankern. Ein Blick auf die umfangreiche Siegel-Landschaft im Textilbereich machte schnell klar, dass es Verbraucher*innen nicht unbedingt leicht gemacht wird, sich schnell und unkompliziert für faire, nachhaltige Produkte zu entscheiden. Wer sich einen Überblick über die verschiedenen Siegel verschaffen möchte, findet auf der Website www.siegelklarheit.de eine gute Übersicht.

Damit Unternehmen künftig entlang ihrer gesamten Lieferkette den Schutz von Menschenrechten und Umwelt gewährleisten, wird derzeit auf EU-Ebene ein europäisches Lieferkettengesetz verhandelt. Dieses soll Unternehmen deutlich stärker in die Pflicht nehmen als bisher. Weitere Informationen zum Lieferkettengesetz gibt es auf der Webseite von Anna Cavazzini, die sich in ihrer Arbeit als Europaabgeordnete und Ausschussvorsitzende genau dafür einsetzt.

Vielen Dank an Konsum Global Leipzig, Eine Welt e.V. Leipzig und Fair Fashion Lab Leipzig für den interessanten Rundgang sowie an das Kaffee-Lastenrad vom Café Oink für die leckeren und fairen Kaffee- und Kakaospezialitäten.

Verwandte Artikel