MDR in Gefahr? — Was ein AfD Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeuten könnte

Lachsfarbener Hintergrund. Überschrift: AfD an der Macht - MDR in Gefahr? Text: Was ein Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt für Folgen für den öffentlich-rechtlichen Rund-funk haben könnte. Eine Expedition ins Worst-Case-Szenario. Dazu ein Balkendiagramm das überspitzt einen AfD-Wahlsieg darstellt.

Könnte die AfD den MDR in Sachsen-Anhalt zerschlagen? Das ist eine Frage, die sich unweigerlich nach einem Blick auf das Wahlprogramm der Partei für Sachsen-Anhalt stellt. Das Worst-Case-Szenario ist dabei das Folgende:

  1. Die AfD könnte in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellen
  2. Der AfD-Ministerpräsident hätte die Macht aus den Staatsverträgen auszusteigen, die die Bundesländer zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk geschlossen haben
  3. Damit könnte er nach manchen Einschätzungen dem MDR das Senderecht in Sachsen-Anhalt entziehen
  4. Außerdem könnte er nach einigen Einschätzungen die Rechtsgrundlage für die Erhebung des Rundfunkbeitrags im Land zunichtemachen
  5. Dem MDR würde also ein Sendegebiet und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt viele Mittel fehlen
  6. Die Menschen würden nicht mehr mit Nachrichten, Kultur, Sport oder Unterhaltung aus ihrer Region von den Öffentlich-rechtlichen versorgt

Es ist heute nicht mit Sicherheit zu sagen, welches Szenario eintreten würde, aber Chaos, Abbau von Angeboten und Änderung unserer Medienordnung sind absehbar und das wäre katastrophal für unsere Demokratie. Außerdem könnte die AfD als Regierungspartei jede Reform und die länderübergreifende Medienpolitik zumindest blockieren. Deshalb gibt es nur eine wirkliche Lösung: Andere Mehrheiten wählen und damit AfD-Macht im Parlament verhindern, bevor sie ihren Angriff auf uns alle entfalten können.

Über das Thema habe ich im Sachsen-Politik-Podcast von MDR Sachsen „Kann die AfD den MDR abschalten?“ gesprochen.

Weitere Details finden Sie in der Slideshow unten.