Hilfsprogramme für Kultur – Freie Szene bekommt wichtige Unterstützung

Pressemitteilung
Nr.: 72/2020
Datum: 24.06.20

Dresden. Heute hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages einem umfangreichen Hilfspaket für den Kulturbereich zugestimmt. Dazu erklärt Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Die Freigabe der Mittel für die Hilfsmaßnahmen ist ein starkes Signal des Landtags für den Erhalt der Vielfalt von Kunst und Kultur in Sachsen. Sie sichern sowohl die großen Kultureinrichtungen als auch kleinere und mittlere Kulturträger aller Sparten vom Vogtland bis in die Lausitz. Der Rettungsschirm in Höhe von 30 Millionen Euro ist existenziell notwendig vor allem für die gemeinnützigen und bürgerschaftlich getragenen Kulturträger. Das Stipendienprogramm ‚Denkzeit‘ der Kulturstiftung des Freistaates wird um 5 Millionen Euro aufgestockt, weitere Stipendien und Kleinstprojekte um 2 Millionen Euro. Damit erhalten viele Kulturschaffende eine Überbrückungshilfe und können in der Krise kulturell tätig bleiben.“

„Wir Bündnisgrüne unterstützen darüber hinaus die Forderungen freier Kulturschaffender und Kreativer nach Unterstützung bei ihren Lebenshaltungskosten“, so Maicher weiter. „Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit der Staatsregierung dafür ein, dass die Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes nachgebessert werden und auch für die Finanzierung von Lebenshaltungskosten zur Verfügung stehen.“

„Mein Dank gilt insbesondere auch den Akteurinnen und Akteuren der Kulturszene, die sich für den Erhalt der Kulturstrukturen einsetzen und mit vielfältigen solidarischen Aktionen ihrerseits einen wichtigen Beitrag zur gegenseitigen Hilfe leisten.“

Hintergrund:
Pressemitteilung von Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch vom 9. Juni 2020:
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/237553

Die Entschließung des Bundesrates „Sicherung von Selbständigen und Freiberuflern – Hilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft nachhaltig ausgestalten“ vom 5. Juni 2020 wird derzeit auf Bundesebene diskutiert.
https://www.bundesrat.de/SharedDocs/beratungsvorgaenge/2020/0201-0300/0230-20.html

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