Zur Würdigung und Erinnerung an drei Roma hatte der Verein Romano Sumnal am 1. Oktober zur Gedenk- und Beisetzungsfeier auf den Südfriedhof eingeladen. In einer feierlichen Zeremonie mit vielen Ehrengästen und musikalischen Beiträgen wurden die sterblichen Überreste der drei Roma bestattet, deren Gebeine für die rassistische Forschung missbraucht worden waren. Der Anthropologe Emil Ludwig Schmidt (1837-1906), in dessen Sammlung die Gebeine missbräuchlich gelangt waren, hatte sie im Jahr 1901 im Rahmen einer umfangreichen Sammlung der Universität Leipzig vermacht. Dort kamen sie nach mehreren Standortwechseln in der Anatomie unter.
Ein bewegender Moment: Diese Menschen haben nun endlich eine würdevolle Ruhestätte und einen Gedenkstein gegen das Vergessen erhalten. Und ein wichtiger Schritt für die Aufarbeitung von Unrecht den Romano Sumnal mit Unterstützung der Universität Leipzig möglich gemacht hat.


