Zu Besuch in Torgauer Gedenkstätten und Kultureinrichtungen

Claudia Maicher im Gespräch mit Gabriele Beyler von der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau

Mit einem vollen Programm war ich diese Woche in Torgau unterwegs und habe den Tag genutzt, um Gedenkstätten und Kultureinrichtungen zu besuchen und mit Torgauer*innen ins Gespräch zu kommen.

Los ging’s im Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Mit Projektkoordinatorin Elisabeth Kohlhaas sprach ich über aktuelle Herausforderungen der Gedenkstätte, die nach 30 Jahren nicht nur ihre Dauerausstellung neu konzipieren, sondern mit neuen Ideen die Gedenkstätte weiterentwickeln will. Dieser mehrjährige Prozess soll Ende 2023 mit der Eröffnung der neuen Ausstellung ihren Abschluss finden.

Wertschätzung für kulturelle Bildung im ländlichen Raum fördern

Als nächstes führte mich mein Weg zur Musikschule Torgau, die mit ihren Geschäftsstellen in ganz Nordsachsen von Prof. Elvira Dreßen geleitet wird. Im Gespräch mit ihr kamen besondere Herausforderungen für Musikschulen im ländlichen Raum zur Sprache. Für sie ist es besonders schwierig, Fachkräfte zu gewinnen und zugleich den Lehrer*innenmangel an allgemeinbildenden Schulen mit wenigen Festangestellten abzudecken. Der Wert kultureller Bildung für alle Altersgruppen auch abseits urbaner Zentren wie Dresden, Leipzig, Chemnitz wird leider noch viel zu häufig unterschätzt.

DDR-Unrecht gesellschaftlich aufarbeiten

Danach machte ich halt in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau. Die Vorsitzende Gabriele Beyler erläuterte mir die Ausstellung über die Geschichte der Gedenkstätte. In ihrer Entwicklung spiegelt sich der unabgeschlossene Prozess zum Umgang mit Opfergruppen aus Heimerziehung und sexuellem Missbrauch in Deutschland wider. Um die wissenschaftliche und gesellschaftliche Aufarbeitung der 38 Jugendwerkhöfe und 32 Spezialkinderheime der DDR zu befördern, startet am 18. Juni in Torgau die mobile Ausstellung »Blackbox Heimerziehung«. Sie soll künftig an den Orten der verschiedenen Heime Station machen.

Und zu guter Letzt kam ich bei der Sprechstunde in meinem Torgauer Abgeordnetenbüro mit Bürger*innen zu den unterschiedlichsten Themen ins Gespräch – von Energiewende und private Solaranlagen, über die zunehmende Trockenheit hin zum Krieg in der Ukraine.

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