Wohncontainer für Asylsuchende – Kurzfristige Maßnahme schnellstens überwinden

Nach der Ankündigung der Staatsregierung, Asylsuchende künftig in Wohncontainern unterbringen zu wollen, ist für mich klar, dass diese kurzfristige Maßnahme schnellstens wieder überwunden wird. Eine Container-Unterbringung für Flüchtlinge darf nur eine kurzfristige Maßnahme bleiben. Dauerhaft kann dies keine Antwort auf steigende Flüchtlingszahlen in Sachsen sein. Ursache der jetzigen Überbelegungen ist auch das fehlende Problembewusstsein der jetzigen Staatsregierung und deren stures Festhalten an zentraler Unterbringung der Menschen in Heimen.
Wir GRÜNEN wollen eine möglichst schnelle dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen. Das wurde von der CDU jahrelang blockiert. Das rächt sich jetzt angesichts steigender Flüchtlingszahlen doppelt. Die Kommunen haben Probleme bei der Unterbringung. Deshalb bleiben die Asylsuchenden viel zu lange in den Erstaufnahmeeinrichtungen, dort werden die Plätze knapp. Klar ist auch, dass die Unterbringung von noch mehr Menschen an einem Ort nicht folgenlos für die soziale Situation in der Erstaufnahmeeinrichtung sein darf: denn Container-Unterbringung heißt auch, dass mehr Menschen in einer Einrichtung leben. Darum muss die Sozialarbeit und Beratung dort verstärkt werden. Mindeststandards zu sozialer Betreuung, Ausgestaltung und Lage der Unterkünfte sowie zum Verfahren für dezentrale Unterbringung gehören ins sächsische Flüchtlingsaufnahmegesetz.

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