Raus aus der Atomkraft heißt nicht zurück zur Braunkohle

Dresden. Am Sonnabend kommen in Dresden und 20 weiteren deutschen Städten tausende Menschen zusammen, um für einen endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft zu demonstrieren. Bei der zentralen sächsischen Demo werden auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt und die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen, Claudia Maicher, dabei sein.
Für Maicher ist es gerade jetzt besonders wichtig, den öffentlichen Druck auf die Straße zu bringen: „In diesen Tagen feilschen CDU und FDP um den Atomausstieg. Von Merkels angekündigten ‚breiten Energiekonsens’ ist nichts übrig geblieben. Kurz vor Ende des Moratoriums gibt es neue Deals mit der Atomwirtschaft und offene Hintertürchen.“ Von einer überparteilichen und gesamtgesellschaftlichen Debatte könne keine Rede mehr sein, so Maicher.
Mit Blick auf die sächsische Energiepolitik erklärt Maicher: „Die Staatsregierung liegt vielleicht nicht mehr im energiepolitischen Tiefschlaf, aber für die notwendige Energiewende müssen wir hellwach sein. Wir brauchen noch viel schneller deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien. Sachsen kann das. Die CDU ist dafür aber immer noch viel zu träge.“
Ministerpräsident Tillich hatte in dieser Woche angekündigt, bis 2020 33 Prozent des sächsischen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien decken zu wollen. Die GRÜNEN sind sicher, dass bis dahin 75 Prozent drin wären – den politischen Willen vorausgesetzt.
„Raus aus der Atomkraft heißt nicht zurück zur Braunkohle. Mehr Erneuerbare heißt mehr Innovationen und mehr Arbeitsplätze in Sachsen. Auch dafür gehen wir am Samstag auf die Straße.“, so Maicher abschließend.

Hintergrund
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Demonstration „Atomkraft: Schluss“
Termin: 28.05., Beginn 11 Uhr
Auftaktkundgebung: Dresden, Schlesischer Platz

Mehr Informationen unter http://antiatomsachsen.wordpress.com/demo-in-dresden/ und http://anti-atom-demo.de/start/ablauf/dresden/

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Pressemitteilung 2011-25
Datum: 27.05.2011

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