Polit-Posse um Frauenkalender in Radebeul und Landkreis Meissen: an politischer Naivität kaum zu überbieten

Die Polit-Posse um den Frauenkalender der Gleichstellungsbeauftragten von Radebeul/Coswig, Angelika Gerhardt, und des Landkreises Meißen, Sylvia Wolf, geht weiter. Nachdem die grün-nahen Stadträtinnen dagegen protestiert haben, dass eine Stadträtin der NPD im Kalender aufgenommen wurden, ziehen die Gleichstellungsbeauftragten nach Informationen der Sächsischen Zeitung den Schluss, die protestierenden Stadträtinnen zu überkleben.
Dazu erklärt Dr. Claudia Maicher, stellv. Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
„Sollte dies wirklich wahr sein, wäre das ein erneuter Skandal. Schon die Idee in den Kalender eine NPD Stadträtin aufzunehmen, ist an politischer Naivität kaum zu überbieten. Es liegt die Frage nahe, ob die beiden Gleichstellungsbeauftragten die politischen Diskussionen der letzten zehn Jahre verschlafen haben. Ich muss leider feststellen: Den beiden Gleichstellungsbeauftragten fehlt jedes politische Bewusstsein.“
“ Es ist blanker Hohn, dass eine NPD-Stadträtin zum Vorbild für politisches Engagement erhoben wird. Und das auch noch unter dem Dach der Gleichstellung. Die NPD bekämpft die Gleichstellung, diskriminiert Menschen und hetzt gegen Asylsuchende.“
„Der Kalender erscheint unter der Überschrift ‚Für das Wohl unserer Städte‘. Das verletzt viele Menschen, die unter der menschenfeindlichen Ideologie der Nazis leiden.“
„Ich verstehe, dass die grün-nahen Stadträtinnen Eva Oehmichen und Christine Renger (Fraktion Bürgerforum/Grüne) es ablehnen gemeinsam mit einer NPD-Frau in einem Kalender zu erscheinen. Mir scheint eine grundsätzliche Diskussion in den Räten und der Verwaltung von Radebeul, Coswig und des Landkreises Meißen zum Umgang mit der NPD geboten. Formale Gleichbehandlung darf nicht zum politisch neutralen Umgang mit den Antidemokraten führen.“

 

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