Medienkompetenzzentrum könnte Projekte besser miteinander abstimmen

Pressemitteilung 337-2016

Dresden. Anlässlich der Ankündigung der Koalitionsfraktionen zu einem Pilotprojekt im Bereich der Medienbildung ab 2018 erklärt Claudia Maicher, medienpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Die Staatsregierung und Koalitionsfraktionen backen lieber kleine Brötchen, wenn es um das wichtige Thema Medienkompetenz geht. Mit der Ablehnung unseres Antrags zur Konzeption und Gründung eines sächsischen Medienkompetenzzentrums vergangene Woche haben sie eine essentielle Stärkung von Medienbildung und Medienkompetenz weiter auf die lange Bank geschoben. Anstatt im Rahmen der Haushaltsverhandlungen endlich die Weichen für eine dringend notwendige Investition in die Zukunft, in Medienbildung und Medienkompetenz zu verhandeln, wird sich nur auf das Nötigste beschränkt und erst ab 2018 ein Pilotprojekt angeschoben.“

„Dass die Koalitionsfraktionen die Erstellung einer Strategie zur Weiterentwicklung der Medienbildung beantragt haben ist gut und schön, aber ohne gleichzeitig entsprechende Mittel dafür bereitzustellen, ist fraglich wie das Vorhaben wirklich realisiert werden soll. Die Förderung eines Projekts in 2018 ist nach jahrelangem Nichtstun, ein kleiner Schritt, aber aufgrund der Vielzahl von bereits vorhandenen Projekten wäre es wesentlich sinnvoller das Geld in ein Medienkompetenzzentrum zu investieren, das vorhandene Projekte besser miteinander abstimmt, hilft sie weiterzuentwickeln und sie einer breiteren Gruppe zugänglich machen kann.“

„Der Antrag meiner Fraktion, der Mittel in Höhe von 300.000 Euro für die Erstellung eines Konzepts und die Anschubfinazierung zur Gründung eines Medienkompetenzzentrums in den nächsten zwei Jahren vorsah, wurde von den Koalitionsfraktionen abgelehnt. Das bedauere ich sehr. Investitionen in Medienkompetenz und Medienbildung in Sachsen sind sehr wichtig. Das zeigt nicht zuletzt die aktuelle Große Anfrage der AfD zum Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, die Basiswissen von der Staatsregierung abfragt.“

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