Kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion besucht Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig leistet eine wichtige Arbeit zur Aufarbeitung und Erinnerung an den Einsatz tausender ziviler Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangener während des 2. Weltkriegs in Leipzig.

Im Mittelpunkt des Austauschs mit den Engagierten der Gedenkstätte stehen die Perspektiven ihrer Arbeit, der künftige Ausstellungsbetrieb sowie weitere mögliche Angebote der historisch-politischen Bildung für Leipzig und die Region. Für die GRÜNE-Landtagsfraktion ist insbesondere die finanzielle Förderung seitens der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und die davon abhängigen Entwicklungsmöglichkeiten ein Thema.

Seit 2014 erhält die Gedenkstätte Mittel aus der institutionellen Förderung der Stiftung, jedoch auf vergleichsweise geringem Niveau. Ergänzend werden einzelne Projekte der Gedenkstätte finanziert.

Ich will über die Erfahrungen der Engagierten mit der Fördertätigkeit der Stiftung und benötigte Unterstützung für den weiteren Aufbau der Gedenkstätte sprechen. Daran anknüpfend möchte ich über die aus Sicht der Leipziger Gedenkstätte notwendige konzeptionelle Weiterentwicklung der Sächsischen Gedenkstättenstiftung im Ganzen und ihre Förderung von Erinnerungskultur in Sachsen diskutieren.

Zeit: Freitag, 11.08.2017
Ort: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Permoserstraße 15, 04315 Leipzig

Hintergrund des Besuchs

Die Gedenkstättenarbeit in Sachsen steht vor Herausforderungen wie der Entwicklung von Lernorten für historisch-politische Bildung, der verstärkten Einbindung bürgerschaftlichen Engagements und dem gesellschaftlichen Generationswechsel. Um die zeitgemäße Aufgabenerfüllung und Weiterentwicklung von Orten, Themen und Formen des Gedenkens bestmöglich zu unterstützen, ist die Stiftung Sächsische Gedenkstätten als zentrales Förderinstrument auf eine fachlich begründete Konzeption angewiesen. Die Stiftung im Verantwortungsbereich von Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange ist jedoch diesbezüglich seit 2009 keinen Schritt weiter gekommen. Deshalb setzt sich die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit einem Antrag (Drs. 6/9610) und begleitenden Fachdiskussionen dafür ein, dass die Staatsregierung und die Stiftung den notwendigen Prozess wieder in Gang bringen.

Um vor allem auch die Anforderungen der Initiativen und Einrichtungen vor Ort an die künftige Förderung der Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur in Sachsen in die Debatte aufzunehmen, besuche ich derzeit verschiedene Orte des Erinnerns und komme mit den Engagierten ins Gespräch. Den Auftakt bildet ein Besuch in der Gedenkstätte für Zwangsarbeit.

>> Antrag „Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur in Sachsen weiterentwickeln“ (Drs. 6/9610):

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=9610&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=0&dok_id=undefined

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