Hochschultour in Dresden: Solide Hochschul-Grundfinanzierung als Voraussetzung für wissenschaftliche Karriere in Sachsen

Der zweite Tag der Hochschultour führte uns an die HTW Dresden. Hier habe ich mich zunächst mit dem Personalrat der HTW über die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses an der HTW ausgetauscht. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften, verfügt die HTW nur über wenige wissenschaftliche MitarbeiterInnen. Nichtsdestotrotz waren sich alle GesprächsteilnehmerInnen einig darin, dass Kurzzeitbefristungen und Kettenverträge vermieden werden müssen. Ein weiteres Thema für uns war die anstehende Novellierung des Personalvertretungsgesetzes. Dieses sollte auch für Wissenschaftliche Hilfskräfte und Lehrbeauftragte gelten.

Im Gespräch mit dem Rektor der HTW Dresden, Prof. Roland Stenzel sowie dem Prorektor für Forschung, Prof. Knut Schmidtke tauschte ich mich anschließend über die den fortzuschreibenden Hochschulentwicklungsplan, den Änderungsbedarf beim Hochschulgesetz und über ein eigenes Promotionsrecht für Fachhochschulen aus.

Zum Abschluss des zweiten Hochschultour-Tages diskutierte ich mit unseren Gästen die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses. Neben der grassierenden Unterfinanzierung der Hochschulen wurde auch sehr leidenschaftlich über die Rolle von wissenschaftlichen Mitarbeitern als „Verhandlungsmasse“ bei Berufungsverhandlungen und über alternative Karrierewege diskutiert. Ebenso wurde deutlich, dass die Lösung vieler Probleme in einer soliden Grundfinanzierung der Hochschulen liegen würde, statt immer wieder einzelne Programme aufzulegen, die schon allein aufgrund ihrer zeitlichen Befristung keine nachhaltigen Lösungen der prekären Situation der NachwuchswissenschaftlerInnen zulassen.

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