„Es braucht ein Umdenken“ – NachwuchswissenschaftlerInnen brauchen verlässliche Perspektiven

Pressemitteilung 2015-291

Dresden. Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses nachhaltig verbessern“ im Landtag erklärt Dr. Claudia Maicher, hochschulpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Die Anhörung hat es unmissverständlich klar gemacht: wir brauchen einen grundsätzlichen Wandel in der sächsischen Hochschulpolitik. Nur so kann die Arbeitssituation junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbessert werden. Ich freue mich, dass die Sachverständigen in weiten Teilen den Vorschlägen unseres Antrags gefolgt sind. Insbesondere die Ausweitung des Anteils unbefristeter Stellen und damit verknüpfter Personalentwicklungskonzepte wurde befürwortet. Die Diskussion über die von uns vorgeschlagene Einrichtung von Drittmittelpools, um auch bei den Drittmittelbeschäftigten Planbarkeit zu erreichen, war ebenfalls erhellend.“

„Ohne einen deutlichen Wandel der Rahmenbedingungen wird es jedoch keine grundsätzlichen Verbesserungen geben. Einmütig schrieben die Sachverständigen den CDU/SPD-Koalitionären ins Stammbuch, dass eine ausreichende Grundfinanzierung der Hochschulen der Schlüssel zum Erfolg ist. Nur wenn die Hochschulen auf Dauer solide ausfinanziert sind und der Stellenabbau endlich gestoppt wird, kann die Arbeit in der Wissenschaft wieder zum Traumjob werden. Zeitlich befristete Programme sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und bieten keinerlei Planbarkeit.“

„Deshalb bleiben wir bei unseren Forderungen aus den Haushaltsverhandlungen, dass der Stellenabbau an den Hochschulen sofort ausgesetzt werden muss. Darüber hinaus müssen die sogenannten BAföG-Mittel in Höhe von 56 Millionen Euro pro Jahr den Hochschulen für eine bessere Grundfinanzierung direkt zur Verfügung gestellt werden. Es wurde heute mehr als deutlich: die Hochschulen sind bereit das Ihre zu tun, um prekäre Arbeitsverhältnisse abzubauen. Nun ist die Landesregierung am Zug, ihnen das auch zu ermöglichen“.

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Antrag ‚Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses nachhaltig verbessern‘ (Drs. 6/1873)

 

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