Eröffnungsabend der Videoinstallation „Kiew im Frühling 2014“

Wer waren die Menschen hinter den Protesten auf dem Maidan im Frühling 2014? Wie haben sie die Revolution erlebt? Der Künstler Paul Melzer besuchte einen Monat nach den blutigen Auseinandersetzungen in Kiew die Stadt und hielt Szenen fest, in denen Demonstranten über ihre Erfahrungen auf auf dem Maidan sprechen, über ihre Lebensrealität sinnieren oder aus ihrer Vergangenheit erzählen. So ist eine Mehrkanalvideoinstallation entstanden, die dem Zuschauer Einblicke in die Gedankenwelt der Menschen erlaubt, die sich als Kämpfer der Euromaidan-Bewegung verstehen.

Ich freue mich sehr darüber, dass der Künstler seine Videoinstallation im im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2018 in meinem Abgeordnetenbüro GRÜNER Raum am Kanal präsentiert. Mit zahlreichen Gästen fand gestern die Eröffnung statt. Die Ukrainerin Khrystyna Shon und die Leipzigerin Gisela Kallenbach waren dabei eingeladen über ihre Hoffnungen, Träume und Enttäuschungen während und nach den Revolutionen von 2014 und 1989 zu sprechen. Obwohl die Revolutionen 25 Jahre auseinander lagen, berichteten beide Frauen von ähnlichen Motiven für ihr Engagement und geteilten Ängsten in der Zeit des Umbruchs.

Paul Melzer studierte Bildende Kunst an der HfBK Dresden und arbeitet heute als freischaffender Künstler in den Bereichen Zeichnung, Installation und Video in Leipzig.

Die Videoinstallation ist noch am 21.09. und 22.09. jeweils von 13 Uhr bis 21 Uhr im Beisein des Künstlers im GRÜNEN Raum am Kanal zu sehen.

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