Erfolgreiche Hochschulen brauchen legitimierte Studierendenvertretungen

Pressemitteilung 2015-140

Zur Veröffentlichung des Positionspapiers der Konferenz Sächsischer Studierendenvertretungen zur ‚Verfassten Studierendenschaft‘ und den Semestertickets erklärt Dr. Claudia Maicher, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Die ‚Verfasste Studierendenschaft‘ in Sachsen durch eine Austrittoption mutwillig zu schwächen, war einer der gravierendsten hochschulpolitischen Fehler der schwarz-gelben Regierung.“

„Die Leistungen der sächsischen Studierendenräte sind seit der Hochschulgesetznovelle 2012 in Gefahr. Für ihre Arbeit brauchen die Studierendenvertretungen verlässliche Perspektiven und Legitimation. Durch die Austrittsoption ist beides gefährdet. Ich fordere von der CDU/SPD-Koalition, diesen Fehler im Rahmen einer Hochschulgesetznovellierung schnell zu beheben und den hochschulpolitischen Irrweg der Vorgängerregierung zu verlassen.“

„Die sächsischen Studierendenräte wurden in der Wendezeit als demokratisch legitimiertes Gegenstück zu den FDJ-Kungelrunden gegründet. Sie wurden von der damals allein regierenden CDU auch in das Hochschulgesetz aufgenommen. Mit ihrem breiten Beratungsangebot, der Förderung sozialer und kultureller studentischer Belange sowie ihrem hochschulpolitischem Engagement, leisten sie unverzichtbare Arbeit zum Wohl der Studierenden.“

„Zudem tragen sie zu einer Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre bei, da oft sie es sind, die auf Missstände hinweisen und auf deren Behebung drängen. So hätte ohne ihre beharrliche Kritik so manche Nachbesserung im Zuge der Bologna Reform noch lange auf sich warten lassen. Die von ihnen oder in ihrem Auftrag ausgehandelten Semestertickets sind vor allem in den großen Städten ein Grundstein für studentische Mobilität zu sozialverträglichen Preisen.“

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