Equal Pay Day: für Frauen ist heute Jahreswechsel

100% Frauen

Für das gleiche Jahresgehalt müssen Frauen fast drei Monate länger arbeiten als Männer. Erst am 21. März haben sie sich das durchschnittliche Einkommen eines Mannes vom Vorjahr erarbeitet. Der Equal-Pay-Day zeigt die bestehende Lohnungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Dieser Tag symbolisiert den Einkommensunterschied von durchschnittlich 22 Prozent bei gleicher Arbeit zwischen Frauen und Männern in Deutschland.

Dass Frauen drei Monate länger arbeiten müssen um das durchschnittliche Jahresgehalt der Männer zu bekommen ist schlicht ungerecht. Noch nie waren Frauen so gut ausgebildet und trotzdem haben sie nicht die gleichen Einkommen und Karrierechancen. Mit unbegründbaren Einkommensunterschieden muss so schnell wie möglich Schluss sein. Denn gleicher Lohn für gleiche Arbeit heißt nicht nur, am Ende gleich viel Geld auf dem Konto zu haben. Es geht auch um finanzielle Unabhängigkeit und Schutz vor Altersarmut.
Deswegen soll sich Sachsen auch für eine Reform des Ehegattensplittings einsetzen. Die staatliche Förderung von Einkommensunterschieden ist nicht mehr zeitgemäß. Es muss Schluss sein mit der Subventionierung von ungleicher Erwerbsbeteiligung. Frauen verdienen aber nicht nur weniger bei gleicher Arbeit, sie geraten auch schneller in eine Armutsspirale. Minijobs und ein fehlender flächendeckender Mindestlohn treiben vor allem Frauen in Niedriglöhne. Von dieser Arbeit kann niemand leben. Zunehmende Altersarmut ist die Folge. Stanislaw Tillichs schwarz-gelbe Koalition sieht dem weiterhin tatenlos zu und lehnt jede Initiative für mehr Lohngerechtigkeit ab. Mit ihrem Votum im Bundesrat gegen einen Mindestlohn werden Frauen weiter in die Sackgasse getrieben.

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