Bildungsprotest in Leipzig

BildungsdemoAm Dienstag demonstrierten Eltern, Schüler und Lehrer sachsenweit für Qualität statt Sparpolitik in der Bildung. Ich war in Leipzig dabei und unterstützte den Protest und die Forderungen der Eltern- und Schülervertretungen. Denn wir brauchen eine Kurskorrektur in der Bildungspolitik.

Zu wenig neue Lehrer und Klassengrößen von 28 Kindern gehen zulasten aller. Eine individuelle Förderung von Kindern mit Lernschwächen und leistungsstarken Schülern ist dabei nicht möglich. Zehn Prozent Jugendliche ohne Schulabschluss sind ein Ergebnis schwarz-gelber Bildungspolitik. Die Lehrerinnen und Lehrer können unter den derzeitigen Bedingungen kaum gesund das Rentenalter erreichen.

Diese Zustände verantwortet die Regierung. Sie versucht, die Probleme ihrer eigenen Schulpolitik weiter auszusitzen. Die Sparzwänge sind ein beispielloser Kampf des Finanzministers an der Realität vorbei. Die Proteste zeigen, wie dringend Sachsen eine andere Politik für Kitas und Schulen braucht.

Das Schulchaos im neuen Schuljahr ist absehbar. Lehrerinnen und Lehrer zählen erst, wenn sie tatsächlich vor den Klassen stehen. Zahlentricksereien dagegen schaffen keine neuen Pädagogen. Dafür braucht es ein langfristiges Personalkonzept. Mit befristeten Stellen, stundenweisen Abordnungen quer durch die Schulen, maroden Schulgebäuden und schlechter Ausstattung lockt man keine jungen Lehrkräfte nach Sachsen. Das muss sich dringend ändern. Denn es ist möglich. Noch vor dem neuen Schuljahr kann diese Regierung abgewählt werden.

Die GRÜNEN Vorstellungen für die sächsische Bildungspolitik können hier nachgelesen werden. 

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