Claudia Maicher im Gespräch mit Sabine Schubert

KulTour-Tagebuch: Bildende Künste in der Oberlausitz – Ostsächsische Kunsthalle in Pulsnitz

Auf unserer ersten Station im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien sprachen Thomas Pilz, GRÜNEN-Kreisrat im Landkreis Görlitz, und ich in Pulsnitz mit Sabine Schubert, der Vorsitzenden des Ernst-Rietschel-Kulturrings e. V., der unter anderem die Ostsächsische Kunsthalle betreibt. Aktuell läuft dort die Ausstellung „Künstler der Oberlausitz“ mit Arbeiten von 45 Künstlerinnen und Künstlern aus der Oberlausitz. Der Verein arbeitet vollständig ehrenamtlich und ist auf Projektförderung angewiesen.

Für mich ist es eine beachtliche Leistung, auf dieser Basis immer wieder ein Jahresprogramm auf hohem Niveau auf die Beine zu stellen. Wenn, wie in letzter Zeit geschehen, die Fördermittel für Einzelne auch nur um wenige tausend Euro sinken, steht ein solcher gewachsener Kunstverein schnell auf der Kippe. Es ist auch klar, dass ein Kulturraum nur verteilen kann, was ihm zur Verfügung steht. Wenn jedoch Geld im System bleibt, können diese kleinteiligen Strukturen schon mit wenig Mitteln weiterarbeiten.

Sabine Schubert ist außerdem Mitglied im Kulturbeirat des Kulturraumes für die Sparte Bildende Kunst. Sie setzt sich dort insbesondere für die Absicherung der gemeinnützigen Galerien und Kunstvereine in Pulsnitz, Bautzen, Löbau oder Zittau ein. Die in einem umfassenden, fachlich fundierten Diskussionsprozess erstellten kulturpolitischen Leitlinien des Kulturraums von 2011 sind ein wichtiges Werkzeug für die Förderentscheidungen auch in der Bildenden Kunst. Die Kunstvereine werden demnach gefördert für ihre regional bedeutsamen Leistungen für die Künstlerinnen und Künstler der Lausitz, indem sie ihnen eine Präsentationsmöglichkeit bieten, Kataloge finanzieren sowie den künstlerischen und überregionalen Austausch fördern. Hier profitieren sowohl gestandene Akteure als auch neue Initiativen.

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Weitere Infos: ostsaechsische-kunsthalle.de

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