Besuch beim Deutschen Biomasse Forschungszentrum

Diese Woche besuchte ich mit meinen Fraktionskollegen Daniel Gerber (klima- und energiepolitischer Sprecher) und Gerhard Liebscher (wirtschaftspolitischer Sprecher) das Deutsche Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) in Leipzig. Das im Jahr 2008 gegründete und vom Bund finanzierte DBFZ ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung für die angewandte Bioenergieforschung – für die stoffliche und energetische Nutzung der Biomasse.

Im Gespräch mit dem administrativen Geschäftsführer Daniel Mayer und dem Wissenschaftler André Brosowski informierten wir uns über die Struktur und Arbeitsweise des DBFZ sowie über aktuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte und Herausforderungen.

Ausgetauscht haben wir uns auch über die Auswirkungen auf die Biodiversität bei innovativer Verwendung alternativer nachwachsender Rohstoffe für Kraftstoffe oder Biomasseheiztechnologien und die Verwendung biogener Reststoffe, die in Deutschland hauptsächlich in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Holz- und Forstwirtschaft, in Kläranlagen und aus der industriellen Verarbeitung anfallen.

Bei einem Rundgang über das Gelände warfen wir einen Blick in das neue Herzstück des DBFZ, das so genannte Technikum und eine Forschungsbiogasanlage. Neu entstehen drei große Forschungshallen und zahlreiche Labore, ausgestattet mit modernster Forschungstechnik. Künftig sollen dort Mess- und Testversuche zur Entwicklung neuer Brennstoffe und die effektive und schadstoffarme Nutzung von Holzpellets erforscht werden. Das Technikum soll Ende des Jahres in Betrieb genommen werden, der Verwaltungsneubau – eine vollständigen Holzkonstruktion mit Betonkern – ist bereits fertig.

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