Kinderarmut hat Folgen

Heute hat das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG, ein Zusammenschluss von Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften, unter diesem Motto einen mutigen und konsequenten Systemwechsel in der Familienpolitik gefordert.
Probleme der Kinderarmut lassen sich nicht mehr durch minimale Anhebungen des Kindergeldes und Kinderzuschlages rasch und zielgerichtet lösen. Zudem ist das heutige Leistungssystem in höchsten Maße ungerecht. Denn die Förderung der Kinder ist immer noch vom Einkommen ihrer Eltern abhängig.
Während Kinder von Erwerbstätigen mit unteren und mittleren Einkommen monatlich zwischen 164 Euro (als 1. oder 2. Kind) und 195 Euro (als 4. Kind) Kindergeld bekommen, werden Kinder von Gut- und Spitzenverdienern aufgrund einer maximalen Entlastung durch Steuerfreibeträge mit bis zu 240 Euro monatlich gefördert.

Unser grünes Modell der Kindergrundsicherung greift genau diese Punkte auf. Wir setzen uns für eine sozial gerechte, zielgenaue, einfache und transparente Kindergrundsicherung ein. Sie wird an alle Kinder unabhängig von der Familienform gezahlt, einmalig beantragt und deckt den tatsächlichen individuellen Bedarf der Kinder. Somit kann verdeckte Armut wirklich bekämpft werden!
Unsere Kindergrundsicherung wird als Einkommen bewertet und besteuert, d.h. die Transferhöhe sinkt mit der steigenden finanziellen Leistungsfähigkeit der Eltern.
Wir stellen die überholte Familienpolitik vom Kopf auf die Füße: Kinder in den Mittelpunkt mit der eigenständigen und bedingungslosen Kindergrundsicherung!

Weitere Informationen zum Thema findest du hier von der familienpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ekin Deligöz. Sie ist außerdem Vorsitzende der Kinderkommission des Bundestags.

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